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Förderung eines gesunden Lebens und gesunder Umweltbedingungen

Die bestmögliche Förderung der Gesundheit ist ein wichtiges Recht aller Kinder und Jugendlichen


ein kleines Mädchen hält eine lilafarbene Blume dicht vor dem Gesicht. Gesundheit und gesunde Umwelt
In Deutschland möchte die Regierung allen Kindern und Jugendlichen ein gesundes Aufwachsen ermöglichen. Dazu gehört auch eine gesunde Umwelt. Wie sie das umsetzen will, wird in diesem Kapitel beschrieben.
Zuerst sollte man sich aber überlegen, was alles zu dem Thema Gesundheit dazugehört.

Gesundheit ist mehr als die Abwesenheit von Krankheit. Nach der WHO, der World Health Organisation - oder auch auf Deutsch: der Weltgesundheitsorganisation, ist Gesundheit ein Zustand körperlichen, geistigen und sozialen Wohlseins.
Gesundheit oder Krankheit hängt somit von vielen Dingen ab. Zum Beispiel von der Lebenseinstellung und der Ernährungsweise von Kindern und Jugendlichen. Auch die Einstellung zu Bewegung und Sport oder zum Alkohol- und Zigarettenkonsum tragen zu einem gesunden Leben maßgeblich bei.
Genauso die Umwelt, also gute Luft, sauberes Wasser und der Zustand der Natur sind wichtige Dinge, um gesund aufwachsen zu können.

Um zu einer sauberen und gesunden Umwelt beizutragen, will die Bundesrepublik ein gesundes Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen erhalten und wiederherstellen. Das bedeutet, dass Wasser, Luft und Boden hinsichtlich ihrer Belastung mit Schadstoffen untersucht werden sollen. Davon hängt die Gesundheit aller Kinder und Jugendlichen ab.
Ebenfalls soll Belastung durch Lärm (Verkehrslärm) oder Strahlung kontrolliert und vermindert werden.
Außerdem will die Bundesregierung Kindern und Jugendlichen Anreize schaffen, sich wieder mehr zu bewegen, an der frischen Luft zu sein und Natur zu erleben.
Zurzeit können aber viele Wohnviertel keine kindergerechte Umwelt mit ausreichend Spiel- und Bewegungsmöglichkeiten bieten. Auch hier muss noch einiges getan werden.
Wenn Kinder in einer Wohngegend aufwachsen, in der es keine Natur gibt und keine Spiel- plätze, dann haben sie keinen Anreiz raus zu gehen, um dort zu spielen. Deshalb bleiben sie lieber vor dem Fernseher oder dem Computer sitzen. Dadurch bewegen sie sich viel zu wenig und der Körper wird nicht genügend beansprucht. Das kann später zu einer Menge von schlimmen und unangenehmen Erkrankungen führen.

Um eine Umstellung der Bewegungs- und Freizeitgestaltung von Kindern und Jugendlichen zu erreichen, will die Bundesregierung Maßnahmen für Eltern, Kinder und Jugendliche in die Wege leiten. Die Maßnahmen sollen über umweltgerechtes Verhalten und Gesundheit informieren. Denn wer gut informiert ist, verhält sich auch anders.
Kinder und Jugendliche sollen schon im frühen Alter gesunde Verhaltensweisen kennen lernen und sie auch umsetzen können.

Ganz konkret bedeutet dies folgendes: Es sollen Kampagnen durchgeführt werden, die über das Rauchen, über den Alkoholkonsum, über Drogen, über Folgen von Bewegungsmangel und über vieles mehr informieren. Das kann zum Beispiel über das Internet möglich sein. Aber auch Schulen, Jugendtreffs, Kindergärten und andere Einrichtungen sollen diese Informationen weitergeben.
Ein ganz anderes Thema neben dem Gesundheitsbewusstsein von Kindern und Jugendlichen ist die kindgerechte Versorgung im Krankenhaus. Wer schon mal als Kind ins Krankenhaus musste, kennt die Situation: Oft fühlt man sich dort sehr unwohl. Es gibt keine Spielmöglichkeiten, keinen Arzt oder keine Ärztin, die sich genug Zeit nimmt, um einem alles zu erklären, keine bunten Wände, keine Musik usw. Deshalb sollen überall Krankenhausstationen speziell für Kinder und Jugendliche eingerichtet und gestaltet werden. Genauso soll es überall kindgerechte medizinische Untersuchungs- und Behandlungsgeräte geben.
So kann man zur Verbesserung der Behandlung und Heilung von kranken Kindern enorm beitragen.

Themenveranstaltung

Zum Themenbereich "Förderung eines gesunden Lebens und Schaffung einer gesunden Umwelt" fand die Themenveranstaltung "Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit (und ohne) Behinderung“ am 4. Februar 2010 in Mainz statt.
Die Dokumentation der Veranstaltung findet sich sowohl auf den Seiten der Initiative Für ein kindergerechtes Deutschland als auch auf den Seiten des Deutschen Jugendinstituts (DJI).
Hier findet sich zudem das Fazit der Jugendbeteiligung an den Themenveranstaltungen.