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Methoden: Angemessener Lebensstandard

Methoden gesamt: 8 Seite: 1 von 8

Sozialaktion

Ziel:
Kinderarmut thematisieren

Gruppengröße:
3 - 15 Teilnehmer

Altersgruppe:
4 - 27 Jahre

Ort:
Drinnen

Material:
Bücher oder selbstgeschriebene Geschichten zum Thema

Beschreibung:
Zum Thema „Armut bei Kindern“ etwas praktisch zu machen ist gar nicht so einfach. Denn man muss immer bedenken, dass Armut sehr unterschiedlich sein kann und man deshalb das Thema Kinderarmut nie vollkommen bearbeiten kann. Außerdem ist es auch ein heikles Thema, denn in Deutschland ist es für ein Kind oder Jugendlichen nicht leicht zuzugeben, dass es arm ist, beziehungsweise dass die Eltern zu wenig Geld haben.

Daher ist es wichtig, dass alle, die zu dem Thema arbeiten wollen, sensibel und vorsichtig agieren. Deshalb muss eine Methode gewählt werden, die niemanden aus der Gruppe blöd dastehen lässt und man muss erklären können, dass Armut in Deutschland sehr unterschiedlich aussehen kann.
Um in das Thema einzuführen lohnt es sich, mit allen darüber zu sprechen, welche Arten von Armut sie kennen. Das kann als normales Gespräch im Stuhlkreis beginnen. Dann kann man ein Beispiel von Kinderarmut in Deutschland anhand einer Geschichte vorlesen. Als Leiter oder Leiterin könnt ihr solch eine Geschichte selbst erfinden oder ihr sucht euch dazu passende Literatur.

Nachdem ihr so mit den Teilnehmer/innen in das Thema eingestiegen seid, könnt ihr euch einfach in der Gruppenstunde gemeinsam überlegen, was bei euch in der Stadt oder im Dorf getan werden kann, um gegen Kinderarmut etwas zu unternehmen. Schreibt Eure Forderung an das NAP- Projektbüro und natürlich an diejenigen, die zum Beispiel vor Ort verantwortlich sind.

Hier wird als Beispiel eine Idee dazu beschrieben:
Vielleicht gibt es bei euch oder in der näheren Umgebung einen Ort, wo Kinder, die nicht genügend Geld zum Essen haben, hingehen können und für wenig Geld ein warmes Essen bekommen. Meistens nennen sich solche Einrichtungen „Tafel“. Ihr könnt dazu einfach mal im Internet recherchieren. Wenn ihr solch eine Einrichtung in eurer Nähe gefunden habt, dann geht doch einfach mal dort vorbei und fragt, ob ihr in irgendeiner Weise mal mitarbeiten dürft. Vielleicht braucht die Einrichtung noch Personen, die Nahrungsmittelspenden sammeln gehen oder der Essensraum müsste renoviert werden, wo ihr mit anpacken könntet, oder aber auch direkt beim Essen kochen oder ausgeben... Es gibt viele Möglichkeiten, wie man eine solche Einrichtung mit einer einmaligen Aktion oder auch mit dauerhafter Hilfe unterstützen kann. Das könnt ihr einfach mit den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen besprechen und ausmachen.

Wenn diese Einrichtung keine Hilfe braucht, dann fragt doch mal nach, ob man dort eine Möglichkeit kennt, wo man sich engagieren kann. Seid einfach kreativ, offen und flexibel, dann ergibt sich meistens etwas.

Wenn es klappt, dass ihr irgendwo mithelfen könnt, dann ist es danach immer wichtig, das Erlebte auch gemeinsam zu besprechen. Gut wäre auch, wenn ihr eure Erlebnisse
und Erfahrungen vom ersten Kontakt bis zum konkreten Einsatz aufschreibt, Fotos davon macht oder in sonst einer Weise dokumentiert. Daraus könnt Ihr dann Forderungen überlegen, um die Situation für die betroffenen Kinder zu verbessern. Die schickt ihr dann ans NAP- Projektbüro und die Politiker vor Ort.