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Der Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005 - 2010

Der Nationale Aktionsplan "Für ein kindergerechtes Deutschland 2005-2010" (NAP) war eine Initiative der Bundesregierung, die aus dem Abschlussdokument "Eine kindergerechte Welt" der UN, 2002 in New York, hervorging.


Basis dieses Aktionsplans ist die Kinderrechtskonvention, die 1989 von der UN-Vollversammlung angenommen und bisher von 192 Staaten der Erde ratifiziert wurde.

Grundanliegen des deutschen NAP waren die Verbesserung der Lebensbedingungen von Kindern und hierzu wurde er in sechs Themenfelder unterteilt:


Zuständig für die Entwicklung und Umsetzung des NAP war das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Bundesfamilienministerium). Neben dem federführenden Ministerium waren jedoch in den verschiedenen den Themenfeldern zugeordneten Arbeitskreisen auch unterschiedliche andere Ministerien beteiligt. In der Lenkungsgruppe zum NAP (ehemals Bund-Länder-AG) sowie in den sechs thematischen Arbeitskreisen waren außerdem verschiedene Nichtregierungsorganisationen, u.a. der Deutsche Bundesjugendring, Kindernothilfe, Deutsche Welthungerhilfe, UNICEF und Misereor vertreten.

Als Portal für Informationen zum NAP, zu Fortschritten und Entwicklungen fungierte zunächst von 2004 bis 2006 die Initiative „Projekt P“. Abgelöst wurde die Initiative im Jahr 2006 durch das Aktionsprogramm „Du machst“, welches die Ziele und Ideen der Initiative aufgriff. Es lief ebenfalls unter der Regie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Bundesfamilienministerium).

Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland"
2008 startete das offizielle Begleitprogramm zum NAP, die Initiative "Für ein kindergerechtes Deutschland".  Ziel war es, engagierte Akteure aus unterschiedlichen Bereichen und Disziplinen zusammenzubringen, vorhandenes Engagement für mehr Kindergerechtigkeit zu stärken, zum Mitmachen anzuregen und innovative Ideen zu fördern. Das Webportal der Initiative www.kindergerechtes-deutschland.de bot und bietet neben umfangreichen Informationen die Möglichkeit zu Vernetzung und Austausch. In einer Datenbank für gute Beispiele werden Projekte und Initiativen aus den Handlungsfeldern des NAP vorgestellt. Das eigens eingerichtete Servicebüro der Initiative bot darüber hinaus individuelle Unterstützung und Beratung für engagierte Kommunen.

Kinder- und Jugendbeteiligung
Für den Nationalen Aktionsplan war es wesentlich, dass sich breite Teile der Gesellschaft konstruktiv mit ihm auseinandersetzen und die Umsetzung der Handlungsfelder begleiten. Für das Erreichen des Zieles - ein kindergerechtes Deutschlands - war die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an dieser Auseinandersetzung von wesentlicher Bedeutung. Ihre Sichtweisen und konkreten Anliegen in Form wahrnehmbarer Beteiligung direkt in die Umsetzung des Aktionsplans einzubeziehen, war für die Nachhaltigkeit des NAP elementar. Dies wurde durch das Kinder- und Jugendbeteiligungsprojekt des Deutschen Bundesjugendringes (DBJR) mit Beteiligung der Servicestelle Jugendbeteiligung (SJB) umgesetzt.

Kurzchronik des NAP
Quellen